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  1. Aktivitäten
  2. Satzung des Vereins
  3. Sponsoren

Zu 1. Aktivitäten / Unterstützungen

  1. Projekt: Baby!
  2. Heimat ist Wo? Kunstprojekt mit jugendlichen Migranten
  3. Obelisk - Kunstprojekt: Biografie
  4. Der bunte Vogel und das Monster


I. Projekt: Baby!

  1. Essen: Kolping Berufsbildungswerk
    Projekttermin 4.-6. Juli 2018
  2. WAZ, Aus den Stadtteilen, 26.10.2012 (Kolping Bildungswerk, Essen)
  3. WDR-Mitschnitt vom 4.10.2010 (Jugendhaus Gecko, Essen-Kray)
    http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/01/04/lokalzeit-duisburg-baby.xml
  4. Presse (WAZ, MH; WAZ, Castrop-Rauxel; Kettwiger Kurier, Essen) Projekt:Baby!
  5. Ausriss aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Herne zu Projekt:Baby!
  6. Radio Interview
    mit Kathrin Schinski und Schülerin Saskia. Radio Emscher Lippe, vom 3.12.2008

3-12-2011
Projekt: Baby" war ein Erfolg - Azubis wurden Kurzzeit-Eltern mit Schrei-Puppen

http://www.lokalkompass.de/essen-steele/leute/projekt-baby-war-ein-erfolg-azubis-wurden-kurzzeit-eltern-mit-schrei-puppen-d117582.html

Essen: Kolping Berufsbildungswerk | Zärtlich streichelt Mirjam über das Händchen ihres „Babys“ und auch „Papa“ Cliff ist ganz fasziniert von dem Kleinen. Was nach jungem Elternglück aussieht, ist aber alles nur gespielt. Die beiden Auszubildenden des Kolping-Berufsbildungswerkes haben nämlich am „Projekt: Baby“ teilgenommen, das die Ausbildungsstätte in Kooperation mit „Die Welle e.V.“ angeboten hat.
Das Schreien in der Nacht sei das Schlimmste für die jungen Teilnehmer zwischen 18 und 23 Jahren gewesen, lautete das Gruppen-Fazit, als Psychologe und Familientherapeut Egon Heinze und die Lehramtsstudentin Anja Schaffranietz das Projekt samstags mit einer Fragerunde beenden.
Die Jugendlichen haben viel über sich selbst gelernt, vor allem aber durch die computergesteuerten Säuglingspuppen, wie sie mit einem Säugling umzugehen haben und was ein Neugeborenes kostet. „Viele Auszubildende waren baff, als sie erklärt bekommen haben, dass die Erstausstattung für ein Baby schon um die 3.800 Euro kostet“, erklärt Michael Endrass vom Kolping-Berufsbildungswerk.

Pärchen übten gemeinsam

Die 12 Teilnehmer - darunter drei Pärchen - haben von Donnerstagnachmittag bis Samstagmittag „Familienluft“ geschnuppert. Neben den Pärchen, die wirklich Hand in Hand durchs Leben gehen, haben sich - aus Mangel an männlicher Beteiligung - auch Freundinnen als Eltern zusammengetan.
Mirjam musste ihren Cliff aber gar nicht zur Teilnahme überreden. „Ich wollte von Anfang an mit ihr eine Familie gründen und so ein Test ist prima“, so der 21-Jährige. Seit eineinhalb Jahren sind die beiden schon ein Paar und Mirjams Wunsch, einmal Mutter von sieben Kindern zu werden, konnte das Projekt nicht schmälern. Aber warum sieben Kinder? „Seitdem ich ‚Harry Potter‘ kenne, möchte ich wie die Weasleys eine Familie mit sieben Kindern. Aber nicht sofort. Erst einmal die Lehre zu Ende machen und selbst etwas erleben, damit wir unseren Kindern auch etwas bieten können“, so der Plan der 18-jährigen angehenden Holzbearbeiterin.
Cliff ist in einem halben Jahr mit seiner Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik fertig, die Familienplanung will aber auch er erst in fünf oder sechs Jahren in Angriff nehmen. „Ich muss ja erst einmal eine feste Arbeitsstelle finden. Wer weiß, ob man noch umziehen muss.“ Zurzeit wohnen beide in einer Gruppe im Kolping-Wohnheim. Für das Projekt durften sie nun auch ein Zimmer gemeinsam bewohnen, schließlich sollten sie beide rund um die Uhr für das „Kind“ da sein.
Die Nächte waren dabei für die Mutter in spe gar nicht so anstrengend. „Cliff hat einfach alles gemacht“, sagt Mirjam lächelnd. Was anderen in der Nacht nicht ungelegen gekommen wäre, hat Mirjam aber etwas gestört. „Wir haben durch das Projekt definitiv gelernt, dass wir uns Aufgaben teilen müssen“, sagt sie. Dem stimmt auch Cliff zu. „Ich muss da wirklich an mir arbeiten!“

Alles im Alleingang?

Beim Einkaufsbummel hat ihn seine Liebste mit Babyschale und schreiendem Oliver James (der hat seinen Namen übrigens durch die Schaupieler der „Weasley-Zwillinge“ bekommen, Anm. d. Red.) einfach stehengelassen, weil der 21-Jährige „mal wieder alles allein machen wollte“. Alles mussten die Projektteilnehmer mit ihren Kids machen - eben einen ganz normalen Tag erleben. Dass die Kleinen da nicht in Rauchwolken aus blauem Dunst sitzen sollten, hat z.B. Teilnehmer Micha dazu bewogen, viel weniger zu rauchen. Julia war es unangenehm, in ihrem Alter schon mit einem Baby gesehen zu werden. Junges Elternglück scheint den Teilnehmern des „Projekt: Baby“ wohl nicht ins Haus zu stehen, denn alle sind zwar vom Projekt selbst begeistert, haben ihre Lebenspläne aber zum Teil korrigiert und wollen mit dem Kinderkriegen wohl noch etwas warten. Für das großartige Engagement der ganzen Gruppe, gibt es am Ende auch viel Lob. Die Kolping-Auszubildenden hatten es nämlich etwas schwerer als üblich. Da sie freitags einen normalen Arbeitstag hatten, standen die Puppen derweil auf Standby. Die fehlenden Stunden wurden durch eine Steigerung der Aktivität jeder Puppe wieder aufgeholt. „Ihr habt euch alle sogar mit einem schwierigen Baby auf einer höheren Stufe bestens bewährt und alle Aufgaben gewissenhaft erfüllt“, freute sich Egon Heinze.
Zu den Aufgaben gehörten natürlich neben Füttern, Wickeln, Baden und Spazierengehen auch das Trösten, wenn die Kleinen auch mal in einen nervenaufreibenden Weinkrampf verfielen. Anja Schaffranietz lobte, dass die Nachwuchseltern ihre Nächte geopfert haben und trotzdem auch im Job einhundert Prozent gegeben haben. „Ich bin wirklich schwer beeindruckt“, sagte sie. Und Michael Endrass fügte hinzu: „In der Regel haben Eltern neun Monate Zeit, sich auf ein Kind vorzubereiten. Ihr alle seid von heute auf morgen Mama und Papa geworden.“

Schmerzvoller Abschied

Richtige Vatergefühle hat auch Cliff entwickelt. Nach dem KURIER-Fototermin zieht er seinen kleinen Oliver James ganz vorsichtig aus. Denn: Bodys, Strampler, Mützen, Decken, Söckchen und Co. kommen in eine Kiste. Das nackte Baby muss in einen anderen Karton. Aus dem Baby wird wieder die Puppe, auch wenn sie für Mirjam eine schöne Erinnerung bleiben wird und sie jetzt schon weiß: „Ich werde den Kleinen ganz schön vermissen!“

 

Babyalarm im Jugendhaus Gecko

Ein "erlebnis-pädagogisches" Projekt des Vereins "Welle e.V." vermittelt Jugendlichen ab 14 Jahren, was es heißt, junge Eltern zu sein

von Michael Heise

Essen-Kray, Babyalarm im Jugendhaus "Gecko" in Kray: Im Domizil an der Leitherstraße startete ein erlebnis-pädagogisches Programm, das Jugendlichen im Alter ab 14 Jahren auf anschauliche Weise vor Augen führt, was es heißt, ein Baby rund um die Uhr zu betreuen.

Selina hat alle Hände voll zu tun. Drei Tage lang ist sie "Mutter auf Zeit", kümmert sich um die kleine Samantha. Eine durchaus ungewöhnliche Situation für sie. Nicht zuletzt deshalb, weil "Sam" kein richtiges Baby ist, sondern eine PC- gesteuerte Puppe. Doch die hat es in sich, reagiert wie ein echter Säugling: Sam schreit, wenn sie hungrig ist und die Windel nass ist. Sam kann sich freuen und glücklich strahlen, wenn sie getragen wird oder ein Bäuerchen macht.

Chip in der Puppe

All diese gemeinsamen Momente, die Selina und Sam erleben, werden auf einem Chip in der Puppe gespeichert. So können später 72 Stunden traute Zweisamkeit minuziös am Computer dargestellt werden. 850 Euro kostet so ein PC-Baby; zehn davon sind im Einsatz.

Zu Projekt hat sich Selina wie weitere fünf Mädchen und zwei Jungs freiwillig gemeldet. "Dass Jungen bei diesem Rollenspiel unterrepräsentiert sind, ist nor-
mal", weiß Egon Heinze. Der Psychologe betreut im Auftrag des „Welle e.V“ das Projekt ehrenamtlich. Nach jedem Tag treffen sich die jungen Eltern zum
Check im Gecko. Dort entschlüs
selt Heinze die Messdaten, zeigt auf, wo sich die Kinder gut gekümmert haben und wo sie die Sorgfalt vermissen ließen.

 

Dies alles geschieht ohne erhobenen Zeigefinger. "Es geht nicht darum, die Kinder von der Leistung her gegeneinander auszuspielen, sondern darum, sie zu einer
realistischen Lebens- und Familienplanung zu bringen." Also: Kinder ja, doch zur rechten Zeit.

Es geht also auch darum, Frühschwangerschaften zu vermeiden. Davon gebe es mehr als man denkt, wie Gecko-Mitarbeiterin Ute Moser-Peter sagt. Den Satz: "Beim ersten Mal passiert schon nichts", habe sie von ihrer jungen Klientel nicht nur einmal gehört. Ganz im Gegenteil begreifen gerade Mädchen aus instabilen Familien ein Baby anfangs sogar als persönliche Aufwertung.  Von einem Moment zum anderen ist man wichtig, bekommt vom Staat noch Unterstützung für Babys Erstausstattung", sagt Julia Schwarz, die in Königssteele arbeitet. Für so manches Mädchen erfüllt sich so der Wunsch nach einer heilen Welt", ergänzt Gecko-Leiterin Sabine Kramer. "Doch sehr schell holt sie dann die Realität ein."

"Das Baby bestimmt deinen Tagesablauf", sagt Selina. "Das war schon anstrengend." So wie alle in der Gruppe hat sie dies aber nicht abgeschreckt, später eine Familie
zu gründen. Doch alles zu seiner Zeit. "Genau dies war unsere Intention", sagt Heinze. "Aber diese Gruppe hatte eh schon klare Vorstellungen von ihrer Zukunft. Das
ist aber leider nicht immer so."

(Auszug)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WDR-Beitrag vom 4. Januar 2010.
In diesem Filmbeitrag wurde in der Lokalzwdr-logo_1_img_0.jpgeit Duisburg ein Beitrag über das Projekt: Baby! am Sophie-Scholl-Berufskolleg ausgestrahlt, in dem besonderer Wert auf die Erfahrungen der männlichen Teilnehmer gelegt wurde.
Dieser Beitrag von Frau Müller-Klösel und ihrem Kamera- und Ton-Team ist sehr gelungen und informativ für andere Interessenten z.B. Lehrer an Förder- und Hauptschulen ebenso Mitarbeiter von Jugendhilfeeinrichtungen.

Pressestimmen zum Projekt: BABY!
WAZ, Mülheim, 10.11.2007

"Mach das Baby aus" als pdf-Format

Pressestimmen zum Projekt: BABY!

Projekt: Baby als pdf-Format

Kettwiger Kurier,  6.11.2007
"Verantwortung tragen"

Was es heißt, ein Baby zu haben, weiß man oft erst,wenn man eines hat. Angeleitet durch den Essener Verein "Welle e.V."machen Jugendliche der Wilhelm-Busch-Förderschule jetzt schon ihre Erfahrungen;an computeranimierten Puppen - und mit erstaunlichen Ergebnissen.

Babys sind putzig. Machen aber leider auch sehrviel Arbeit. Cihan weiß das aus Erfahrung. Den ganzen Nachmittag ist Cihan mitBaby Celina ausgefahren, hat sie im Kinderwagen durch die Stadt geschaukelt,hat sie gefüttert, gewickelt und herumgetragen und nachts war noch immer keineRuhe. Zweimal hat Celina Cihan aus dem Schlaf geschrieen und wollte gefüttertwerden. „Beim zweiten Mal bin ich fast im Stehen eingeschlafen”, sagt Cihan.„So anstrengend hab ich mir das nicht vorgestellt.”

Dabei sind die Babys, die die zwölf Schülerder Wilhelm-Buch-Förderschule liebevoll in den Armen halten, nicht echt,sondern computergesteuerte Säuglingspuppen. Und die Jugendlichen sind auch nurVäter und Mütter auf Zeit, genau gesagt: für drei Tage. So lange leben sie mitden Simulationsbabys zusammen und müssen sich wie echte Eltern um sie kümmern –Tag und Nacht. Dennoch ist das „Projekt: Baby!” weder ein Kurs zur Babypflegenoch ein Seminar zur Sexualkunde. „Uns geht es hier um bewusste Lebens- undFamilienplanung”, sagt Kathrin Schinski, Sozialpädagogin vom EssenerVerein „Welle e.V.”. Deswegen reisen sie und ihr Kollege Ruhrgebiets-weit mitden zehn Simulationspuppen durch Schulen und Jugendzentren. Begleitet durch diebeiden Trainer sollen die Jugendlichen an Grenzen stoßen.

Mit den Babys erleben sie ganz praktisch, was esheißt Verantwortung zu tragen und in die Pflicht genommen zu werden, und vorallem, wie ein Kind das Leben verändert. Und sie erfahren auch, was ein Babytäglich braucht und was es kostet. „Wenn wir erreichen, dass die Jugendlichenihre Familienplanung fünf Jahre nach hinten verschieben und erkennen, wasVerantwortung für ein Kind bedeutet, dann ist schon viel geschafft”, sagt dieSozialpädagogin. Denn ungewollte Schwangerschaften unter Jugendlichen, dasbelegen auch die letzten Berichte der Bundesregierung, nehmen zu. Und mit ihnenauch die Probleme.

Projekt Baby an der Königin-Luisen-Schule, Herne

Wilhelmstr.88 |44649 Herne |Tel.02325 5832312

Das Projekt-Team bringt für das Rollenspiel unter Real-bedingungen 10 computergesteuerte Babypuppen mit,dievon den Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufen 8 drei Tage und drei Nächte lang betreut werden.Die Jugendlichen sollen ihr Baby in den normalen Alltag integrieren.Diese Babypuppen fordern ihren Eltern auf Zeit alles das ab,was Babys nun mal brauchen,da sie die realen Bedürfnisse eines Säuglings simulieren. Ziel ist eine realistische Lebens-und Familienplanung,Verhütung,verantwortliche Partnerschaft und die Vermeidung von Teenagerschwangerschaften.
www.herner-gesundheitswoche.de/gesundheitswoche/pdf/herne_gesundheitswoche2009_kigaschule.pdf

Interview mit Kathrin Schinski und Schülerin Saskia. Radio Emscher Lippe, vom 3.12.2008


II. Heimat ist Wo? Kunstprojekt mit jugendlichen Migranten

Kunstprojekt Welle - Migranten Kunstprojekt Welle - Migranten Kunstprojekt Welle - Migranten

Lokalkompass, Essen,

... (Fortsetzung von vorne)
Während die Mehrheit der Künstler der kommunalen Kulturszene sich im Essener Süden beheimatet weiß, agieren die KuNos im Essener Norden. Hier bilden sie Akzente, arbeiten in der Nähe der Menschen mit Themen, die Fragezeichen setzen. Ausstellungen individueller künstlerischer Auseinandersetzung sind ein Schwerpunkt - in den vom Bergbau verlassenen Orten, noch ursprünglich, später als Kulturereignis wiederhergestellt - spannend als Kontrapunkte für sensible Ausdrucksformen künstlerischer Gestaltung.

Projekte mit Gruppen aus der Stadtteilgesellschaft sind ein weiterer Schwerpunkt. Dabei geht es um Gegenwartsproblematik: Zuwanderung- verbildlicht in mit Erinnerungsstücken gefüllten Koffern, ausgestellt auf dem Marktplatz in Katernberg; Konfrontation mit der Nazivergangenheit im Stadtteil als Bild im Gegenentwurf zum Kriegerdenkmal; In Augenhöhe-Arbeiten mit behinderten Menschen an Kunstexponaten und deren Präsentation; Gedanken zur Ich-Bestimmung, erarbeiten mit jungen unbegleiteten Flüchtlingen und in künstlerische Formate bringen - das sind nur wenige Beispielstücke aus 25 Jahre KuNo im Essener Norden, KuNo auf Zollverein.

Dann sind noch die interkommunalen und internationalen Kontakte und Projekte im Ausstellungsbereich und in Workshops zu erwähnen. Der neue kleine Katalog ist ein Doppelpunkt: Es geht weiter mit der individuellen künstlerischen Arbeit der "KuNos", mit Ausstellungen und Projekten am Puls der Zeit.

   
   

 

III. Der bunte Vogel und das Monster

Presse zu Der bunte Vogel und das Monster
Teufel kreativ bekämpfen, WAZ, 07.03.2007, von Liliane Zuuring

Norbert hockt mit Burkhard Serong vor einem überdimensionalen bunten Vogel. Miteinem Stück Stein malt Serong auf den Boden: "Also wir könnten das hierschweißen." "Da müssen wir aufpassen, nicht jedes Schweißen geht.Hier, das ist die Schwachstelle an den Vogelfüßen", sagt Norbert. Norbertist 51 Jahre. Er ist Alkoholiker, depressiv, Karosseriebauer und einer derKünstler, die mitwirken am Kunstprojekt "Der bunte Vogel und dasMonster" des Vereins "Welle" für chronisch psychisch- undsuchtkranke Menschen, die die Ambulante Wohnhilfe betreut.

Was vor zwei Jahren in einer privaten Küche begann, hat seit Herbst 2006 einenfesten Arbeitsraum - Burkhard Serong sei Dank. Er ist Lehrer am BerufskollegWest in Essen, setzte sich dafür ein, dass in der "Schmiede" seinerSchule gearbeitet werden kann. Jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr haben sich dieKranken und die Betreuer hier zum Basteln am Kunstobjekt getroffen. Wer kommt,stürzt sich gleich in die Arbeit. So wie Klaus. Er beginnt umgehend, eineGlitzerdecke zu zerschneiden.

"Alle haben zwar schon angefangen, aber wir müssen uns kurz zu einerDienstbesprechung treffen. Heute möchte ich am Ende des Tages einenProjektdurchlauf machen, damit alles klappt am Freitag", sagtProjektleiterin Kathrin Schinski. Denn am Freitag, 9. März, muss alles sitzen:Große Bilder müssen aufgestellt, Nebelmaschine und Lichter rechtzeitigangeworfen, die Klänge dazu abgespielt werden bei der Vernissage für alleInteressierten um 11 Uhr in der Fachklinik Kamillushaus, Heidhauser Straße 273.

Vom Sperrmüll, aus Kellern und Werkstätten haben die Beteiligten dieMaterialien zusammengetragen. Sogar ein echter Hundeschädel für das Monster istdabei: "Den habe ich im Urlaub am Strand gefunden", sagt FriederLerch von der Ambulanten Wohnhilfe. Zunächst begannen die Teilnehmer mit demBau eines schönen Fantasievogels. "Und weil in jedem von uns ein Teufelsteckt, der zum Beispiel zuflüstert, „Trink doch was“, wollten wir auch einMonster erstellen", berichtet Norbert. Das Monster erinnert an einenGeier, hat mit Gips gefüllte Handschuhfüße auf Gartenkrallen. Der bunte Vogeldagegen breitet seine Flügel aus Fahrradreflektoren aus. Mit Studenten desInstituts Musik und Medien in Düsseldorf erstellten die Künstler eine dazupassende Klangcollage. Klaus hat
dafür sogar Texteeingesprochen.

waz3.jpgDer Hundeschädel ist ein Fundstück - so wie alle Materialien, die die Künstlernutzen.

"Die Künstler befassen sich hier mit einem Thema. Sie fragen sich dieWoche über, wie man die Flügel festmacht, damit entdecken sie in ihrem Lebeneinen kleinen Sinn, merken, dass es nicht viel Geld braucht, um sich zubeschäftigen", so Lerch. Auch die Diskussionen in der Gruppe, ergänztKathrin Schinski, seien wichtig: "Wie wirke ich auf andere, warum konnteich mich nicht durchsetzen."

Norbert setzt sich durch mit seiner Idee, dass es nicht gut ist, am Freitag mitden Riesenleinwänden mit der Bahn zur Vernissage zu fahren. EinPferdetransporter soll her. Doch dann geht's wieder an die Arbeit:Leinwandständer fehlen, der Vogel braucht festen Stand, das Monster eineNebelmaschinenabdeckung. Der Freitag rückt näher.
waz2.jpgNorbert arbeitet intensivan dem "Monster". Sein Monster, sein Teufel ist der Alkohol.Das Kunstprojekt hilft ihm.

Fotos: WAZ, Frank Vinken

Info: www.welle-nrw.de

Wellee.V.
unterstütztMaßnahmen und Aktivitäten der Jugendhilfe, der Hilfe für chronisch Kranke undBehinderte, der Altenhilfe. Der Verein versteht sich als Netzwerk engagierterMenschen im sozialen Bereich. Förderer sind: Jugendstiftung RWE, SparkasseEssen, ktpBKK, Berufskolleg West, Bild-/Tonstudierende IMM Düsseldorf.

Zu 7.
Satzung des Vereins WELLE e.V.

§1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

Der Verein führt nach Eintragung in das Vereinsregister den Namen Welle e.V.
- im Folgenden "Verein" genannt -
1. Der Verein hat seinen Sitz in Essen und soll im Vereinsregister beim Amtsgericht Essen eingetragen werden.
2. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweckbestimmung
1. Zweck des Vereins ist
dieUnterstützung von Maßnahmen und geeigneten Aktivitäten auf dem Gebietder Jugendhilfe, Hilfe für chronisch Kranke, Behinderte und derAltenhilfe.
Diese Zielsetzung und Zweck des Vereins wird insbesondere durch nachfolgende Massnahmen und Aufgabensteltungen verwirklicht:
Aufklärung und lnformationsvermtttlung der Mitglieder undÖffentlichkeit über Möglichkeiten und Methoden sozialer Arbeit, umbenachteiligten Kindern und Eltern ein selbstbestimmendes Leben zuermöglichen, soziale Benachteiligung auszugleichen und die Belange vonAusgrenzung Betroffener und Bedrohter zu unterstützen.
Durchführung/Beteiligung von Projekten im Bereich der Jugendarbeit,Behindertenhilfe und Altenhilfe, Konzeption und Durchführung vonVorträgen, Veranstaltungen, Tagungen und geeigneten Fort- undAusbildungsmaßnahmen.
Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Körperschaften, Verbänden,Organisationen sowie öffentlich-rechtlichen Trägern vor allem im Reg.Bez. Düsseldorf und angrenzenden Reg. Bezirken auf dem Gebiet derJugendarbeit, Behindertenhilfe und Altenhilfe.
Ideelle und bei Bedarf materielle Unterstützung zur Erfüllung dersteuerbegünstigten Zwecke auf dem Gebiet der der Jügendarbeit,Behindertenhilfe und Altenhilfe.
2. Für die Erfüllung dieser satzungsmäßigen Zwecke sollen geeigneteMittel durch Beiträge/Umlagen, Spenden, Zuschüsse und sonstigeZuwendungen eingesetzt werden.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zweckeim Sinn des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung inder jeweils gültigen Fassung.
3. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
4. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendetwerden. Die Mitglieder des Vereins erhalten in ihrer Eigenschaft alsMitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremdsind oder durQh unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
6. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral.
7. Die Ausübung von Ehrenämtern nach den Satzungsvorgaben erfolgt ehrenamtlich.

§3 Mitgliedschaft
Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person,Personenvereinigung werden, die bereit ist, Ziele und Satzungszweckedes Vereins nachhaltig zu fördern.
Innerhalb der Mitgliedschaft können sich aktive Mitglieder den imVerein direkt mitarbeitenden Mitgliedern anschließen. Fördermitgliedersind Mitglieder, die sich zwar nicht aktiv innerhalb des Vereinsbetätigen, jedoch die Ziele und auch den Zweck des Vereins ingeeigneter Weise fördern und unterstützen.

Datum 2012 Schule / Einrichtung
Februar Adolf-Kolping-Schule (= FS), Windmühlenweg 3, 46236 Bottrop
Mai Jugendwohngruppe Kunterbunt, c/o Kinder- u. Jugendhaus St. Elisabeth, Cranger Str. 231,
45891 Gelsenkirchen-Erle
Oktober Jugendhaus GECKO, in Kooperation mit dem Jugendhaus Königsteele
Leither Str. 38, 45307 Essen
November Jugendhaus Nord, Josef-Hoeren-Str. 274, 45327 Essen-Katernberg
in Kooperation mit dem Jugendhaus Neuhof
November Michael-Ende-Schule (FS)
Surressestr. 20
45891 Gelsenkirchen
November Melanchthon Hauptschule
Melanchthonstr. 15
44649 Herne-Wanne
Dezember James-Rizzi-Schule (FS Lernen)
Hoher Weg 15-17
47137 Duisburg-Meiderich
2013 Jugendhaus Nord: Hier ist ein Baby-Projekt nur für Jungen geplant
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